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Welche Lebensmittel machen den Stuhl hart?

Diese stopfenden Lebensmittel sorgen für Stuhlstau
Verstopfung durch Lebensmittel

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Sie fühlen sich vollgestopft? Ein möglicher Grund: Sie haben das Falsche gegessen. Einige Lebensmittel verlassen den Körper nach einer bereichernden Stippvisite schnell, andere verursachen einen regelrechten Stuhlstau: Verstopfungsalarm. Wir spüren die Stauverursacher auf und zeigen, welche Lebensmittel Sie bei Obstipation meiden sollten. Denn: Die falsche Ernährung bleibt die Verstopfungsursache Nr. 1.

Stark verarbeitete Lebensmittel, Fast Food, Alkohol sowie Weizen und rotes Fleisch enthalten komplexe Fette, zu viel Zucker oder ein Zuviel an Salz und belasten den Darm. Gerade in Kombination mit einem Mangel an Bewegung und Flüssigkeit führen sie häufig zu Verdauungsproblemen, wie einer Verstopfung.

Unser Verdauungssystem beherbergt Billionen von Mikroben, die dabei helfen, unsere Nahrung aufzuspalten und unseren Darm gesund zu halten: bis hin zum Abschied auf der Toilette. Aber wir können es leicht vermasseln, indem wir zu den falschen Lebensmitteln greifen, die den Darm belasten, anstatt zu unterstützen. Hierzu gehören stark verarbeitete Lebensmittel, wie z.B. Tiefkühl- und Mikrowellenmahlzeiten, Fast Food, Alkohol sowie Weizen und rotes Fleisch. Statt wertvoller und verdauungsfördernder Ballaststoffe enthalten diese Übeltäter komplexe Fette, zu viel Zucker oder Salz, sowie Konservierungs- und Zusatzstoffe. Alles Nahrungsbestandteile, die den Darm auf eine echte Probe stellen. Sie entziehen dem Stuhl Wasser, der sich daraufhin verhärtet und schlichtweg steckenbleibt. Vor allem, wenn sich Bewegungs- und Flüssigkeitsmangel zu Pizza, Bier und Steak dazugesellen. 

Dann gibt es noch eine zweite Gruppe, die trotz allgemein positiver Effekte auf den Körper eine stopfende Wirkung hat. Grund hierfür sind häufig enthaltene Gerbstoffe, die wichtige Proteine im Darm deaktivieren und dadurch den Stuhl hart machen. Stichwort: Bananen, grüner Tee und Kaffee.

Nicht all diese Lebensmittel führen unweigerlich zu einer Verstopfung. Treiben Sie Sport, reduzieren Sie Ihr Stress-Level und trinken Sie ausreichend Wasser, ist das Risiko einer Verstopfung durch stopfende Lebensmittel weitaus geringer als bei echten Couchpotatoes.

Damit Sie einer Verstopfung zuvorkommen oder eine bestehende Obstipation (der medizinische Begriff für eine Verstopfung) schnell in den Griff kriegen, reicht es häufig aus, einen Bogen um Nahrungsmittel mit stopfender Wirkung zu machen. Hier kommen die lästigen Stauverursacher. Doch eine kleine Warnung vorab: Die Chance, dass sich Ihr Lieblingsessen unter den Top 10 der stopfenden Lebensmittel verbirgt, ist leider recht hoch.

1. Weißbrot & Gebäck: Gluten statt Ballaststoffe 

Getreideprodukte wie Brot, Kekse und Kuchen aus Weizen gehören zu den häufigsten Darmplagegeistern. Weißmehl besitzt zu unserem Bedauern kaum Ballaststoffe, sondern fast nur Stärke und Gluten. Letzteres kann insbesondere bei Glutenintoleranz oder Reizdarmsyndrom sowohl Verstopfung als auch Durchfall verursachen.   

Die Alternative: Richtig, Vollkorn! Eine Toastscheibe im schicken Braunton besitzt dreimal so viele Ballaststoffe wie der blasse Verwandte.

Weitere stopfende Getreideprodukte:

  • Reis
  • Grahambrot
  • Dinkelbrot
  • Zwieback
  • Haferflocken 
  • Grieß 

2. Alkohol: So wird aus flüssig hart

Wir haben Sie ja gewarnt. Dieser Artikel macht nicht unbedingt Spaß. Wein, Bier, Sekt und Co. wirken harntreibend und dehydrierend, da sie das Hormon Vasopressin hemmen, was uns vor dem Austrocknen bewahrt. Das bekommt der Darm zu spüren: Der Stuhl wird trocken, hart und staut sich. Aber noch mehr: Alkohol kann die Barrierefunktion der Dünndarmschleimhaut angreifen und zum sogenannten Leaky-Gut-Syndrom führen. Über diesen „löchrigen Darm“ gelangen Giftstoffe aus der Nahrung ungehindert in den Blutkreislauf, anstatt über den Stuhl ausgeschieden zu werden.  

Aber eine gute Nachricht: Nach einem bereits zweiwöchigen Alkoholverzicht kann sich die Darmschleimhaut etwas erholen. Stoßen wir darauf an … mit einem Glas ballaststoffreichem Pflaumensaft!

Wenn Sie vermehrt Ballaststoffe in Ihre Ernährung aufnehmen, sollten Sie immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Denn Ballaststoffe müssen aufquellen, um zu wirken. Sonst werden sie selbst zur Verstopfungsfalle.

3. Kaffee: Zu viel Koffein verursacht Stuhlstau

Wie bitte? Jetzt auch noch der Kaffee? Keine Sorge! Zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag bringen die Verdauung sogar in Schwung. Zu viel Koffein kann Ihr Verdauungssystem jedoch buchstäblich austrocknen und verstopfen. Und entschuldigen Sie bitte, wenn wir uns wiederholen, aber: Je mehr Wasser Sie trinken, desto geringer ist die stopfende Wirkung von Koffein. Da loben wir uns die italienische Tradition, Espresso stets mit einem Glas Wasser zu servieren.

4. Fast Food & Fertiggerichte: Verursacher chronischer Verstopfung

Sie essen gern Fast Food? Tut uns leid, wenn wir so ehrlich sind, aber Sie dürfen sich über eine Verstopfung nicht wundern. Fast Food wie Burger, Pommes, Pizza, Döner, Chips und Co. trieft vor Fett, Zucker und Salz. Vitamine und Ballaststoffe? Völlige Unbekannte – und nein, die Gurke auf dem Burger zählt nicht. Fast Food ist derart salzig und wasserarm, dass es den Stuhl völlig austrocknet, da der Körper größte Anstrengungen unternehmen muss, um das überschüssige Salz zu verdünnen. Die Folge: Der Darm geht leer aus – genauso wie Ihre Toilette.

Faustregel gegen Stuhlstau: Je fettreicher und süßer Lebensmittel sind, desto belastender sind sie für den Darm. Ihre Chancen auf eine Verstopfung steigen.

5. Schokolade: Macht nicht nur die Hüften dick 

Jetzt müssen Sie ganz stark sein, denn auch unsere heißgeliebte Schokolade schafft es in die Top 10 der stopfenden Lebensmittel. Und wir sprechen hier nicht nur von einer Tafel Schokolade, sondern auch von Kakaopulver und mit Wasser angerührtem Kakao. Obwohl dunkle Schokolade die Vermehrung nützlicher Mikroben in der Darmflora fördert, sollten Sie bei einer Verstopfung allgemein einen Bogen um Kakao machen. Er ist dafür bekannt, den Stuhl einzudicken.   

6. Rotes Fleisch: Alarmstufe Rot für die Darmdynamik

Rotes Fleisch – dazu zählen wir auch Schwein – enthält tendenziell viel mehr gesättigte Fette als weißes Fleisch. Hinzu kommt ein hoher Eisengehalt, der bei vielen Menschen ebenfalls stopfend wirken kann. Oder mit anderen Worten: Ein Burger, bestehend aus Rindfleisch und Weißmehlbrötchen, schreit geradezu nach einer Verstopfung.

Vorsicht bei Diäten

Beliebte kohlenhydratarme Diäten, insbesondere die extreme ketogene Diät, lassen viele Ballaststoffquellen aus Vollkorn, Obst und Gemüse weg und verursachen sehr häufig Verstopfung.

7. Bananen: Die richtige Farbe zählt

Mit typisch ungesunden Lebensmitteln haben Sie gerechnet, aber Bananen? Ganz mit der Ruhe: Es geht hier einzig und allein um die grünen unreifen Vertreter. Sie enthalten eine hohe Konzentration an Gerbstoffen (Tannine), die eine Verstopfung verursachen oder eine bestehende Obstipation verschlimmern können. 

Weitere stopfende Obst- und Gemüsesorten: 

  • Geriebener Apfel mit Schale 
  • Unreife Kakis
  • Getrocknete Heidelbeeren / Heidelbeersaft  
  • Gekochte Karotten 
  • Gekochte Kartoffeln

8. Schwarzer & Grüner Tee: Gerbstoff-Alarm

Und hier haben wir das nächste koffeinhaltige Getränk. Schuld sind wie bei der Banane die Gerbstoffe, die für einen stopfenden Effekt verantwortlich sind. Sie können diese Wirkung jedoch erheblich reduzieren, indem Sie Ihren Tee nicht länger als drei Minuten ziehen lassen und möglichst nicht mehr als sechs Gramm pro Tasse Tee nutzen. Bei Durchfall gern bis zu zehn Minuten ziehen lassen. Dann sind alle Gerbstoffe ins Teewasser übergegangen. 

9. Eier: Hartgekochte Eier = harter Stuhl

Eier gehören vielleicht nicht in die Top 5 der stopfenden Lebensmittel, aber bei manchen Menschen kann ihr Verzehr zum Stuhlstau führen. Insbesondere hartgekochte Eier stehen unter dem Obstipations-Verdacht. Wenn Sie die Ahnung beschleicht, dass Eier Ihre Verdauung ausbremsen, versuchen Sie sie zu reduzieren oder in Kombination mit Salat oder Gemüse zu essen, um die Ballaststoffarmut der Eier auszugleichen.

10. Käse als Verdauungsbremse

Käse schließt den Magen? Ganz genau. Hinter dieser Redensart verbirgt sich ein biologischer Vorgang: Die vielen Fettsäuren schütten bei Kontakt mit der Darmwand des Zwölffingerdarms das Hormon Enterogastron aus. Dies hemmt augenblicklich die Muskelbewegungen des Magens und verschließt seinen Ausgang. Somit verbleibt fettiger Käse – insbesondere Hartkäse – länger im Magen: Der Verdauungsprozess wird ausgebremst, der Stuhl verhärtet sich. 

Was hilft gegen Verstopfung durch Lebensmittel?

Um nahrungsbedingten Stuhlstaus keine Chance zu geben, sollten Sie einen Bogen um diese stopfenden Nahrungsmittel machen und stattdessen bis zu fünfmal täglich Ballaststoffe zu sich nehmen. 

Sie werden nicht einfach verdaut oder absorbiert, sondern verbleiben im Darm, wo sie die Verdauung anderer Nahrungsmittel modulieren und die Konsistenz des Stuhls zum Positiven beeinflussen. Ergänzt um einige gesunde Fette und wertvolle Vitamine sind ballaststoffreiche Lebensmittel der Schlüssel zur Darmgesundheit – und zum Stuhl in Bestform.

Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung ist das A und O für freie Fahrt auf dem Klo. Bei kleinen Ausreißern und einer plötzlich auftretenden Verstopfung unterstützt Sie Carimera. Die beiden Medizinprodukte mit der Wirkstoff-Formel aus Macrogol und Simeticon helfen schonend gegen Verstopfung und damit einhergehenden Blähungen. Carimera Plus enthält sogar noch einen weiteren Inhaltsstoff: Mit den vereinten Kräften seiner Wirkstoffe Macrogol, Simeticon und Psyllium (Flohsamen) wirkt es auf den verhärteten Stuhl als schonender Weichmacher, regt die Entleerung an und unterstützt die Normalisierung der Darmfunktion. Gerade wenn Sie auf Reisen oder zu Feiertagen in die Falle der stopfenden Stauverursacher tappen, hilft Ihnen Carimera Plus zuverlässig und schonend.

Quellenverzeichnis
  1. Bernhard Hobelsberger et al. (2020). Dr. Food für Magen, Darm und Verdauung: Die besten Ernährungsstrategien für ein gutes Bauchgefühl. München, Deutschland, Gräfe und Unzer.
  2. BMJ-British Medical Journal (20. Juli 2011). Vegetarian diet may protect against common bowel disorder. Abgerufen am 06.06.2021 über www.sciencedaily.com/releases/2011/07/110719194358.htm  
  3. Katrin. Hoefele (25.08.2010). Richtig einkaufen bei Magen-Darm-Beschwerden: Für Sie bewertet: Über 700 Fertigprodukte und Lebensmittel. Stuttgart, Deutschland, TRIAS. 
  4. Dieter Zigenhagen et al. (14.12.2001). Obstipation und Diarrhö: Grundlagen und Therapie (Optimierte Arzneimitteltherapie). Berlin, Deutschland, Springer.

Zuletzt aktualisiert am: 27.08.2021
Veröffentlicht am: 27.09.2021
Bildnachweis: Foto von Brands&People über Unsplash

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