• Blähungen

Hausmittel gegen Blähungen

Unsere Top-8-Helfer sind zur Stelle, wenn der Bauch sich bläht, und jagen das Völlegefühl vom Feld
Blähungen Hausmittel – Was wirklich hilft

Inhalt

Inhalt

Und da ist er wieder, der Blähbauch. Im Rekordtempo plustert er sich auf. Ausgerechnet jetzt! Da bleibt das kleine Schwarze wohl heute Abend doch besser im Schrank. Doch Moment, warum sprechen Sie nicht ein ernstes Wörtchen mit Ihrem Darm? Mit diesen acht Hausmitteln geht Ihren Blähungen bald die Puste aus.

Kennen Sie das? Sie machen sich schick für das erste Date, bummeln entspannt mit der besten Freundin durch die Stadt oder werfen sich in Ihr neuestes Yoga-Outfit. Alles ist perfekt – zumindest fast. Urplötzlich meldet sich der Darm zu Wort. Völlegefühl, Bauchschmerzen, zorniges Grummeln – das volle Programm. Was nun? Tauschen Sie Cocktailkleid und Candle-Light-Dinner gegen Couch und Jogginghose aus? Vielleicht lässt sich der Darm ja doch noch zum Ausgehen überreden. Mit den richtigen Hausmitteln gegen Blähungen ändert er blitzschnell seine Meinung. Sind Sie bereit für unsere Top 8?

1. Kräutertee als Mittel gegen Blähungen: Geheimtipp von Mutter Natur 

Wer könnte Blähungen sanfter behandeln als Mutter Natur? Gegen Bauchschmerzen, Völlegefühl und Darmwinde verschreibt sie uns Kräutertee – am liebsten Fenchel und Kümmel. Schluck für Schluck besänftigen die Helferchen aus der Natur unser Sensibelchen im Bauch. Ihr Geheimtipp gegen Blähungen: Täglich zwei bis drei Tassen ungesüßter Anis-, Thymian-, Pfefferminz- oder Schafgarbentee helfen dem Blähbauch dabei, Luft abzulassen.

2. Feuchte Wickel: Das wahrscheinlich einfachste Hausmittel gegen Blähungen 

Kennen Sie schon das wohl einfachste Erfolgsgeheimnis gegen Blähungen? Feuchte Wickel schicken den Blähbauch in die Wüste. Und das Beste: Die angenehme Wärme ist kein Wunderwerk. Alles, was Sie für die Darm-Wellness brauchen, sind eine Wärmflasche und drei Tücher – eines aus Frottee, zwei aus Baumwolle oder Leinen. Und schon schicken Sie den Darm ins Spa.

Zuallererst tauchen Sie eines der Baumwoll- oder Leinentücher in heißes Wasser und wickeln es sich locker um den Blähbauch. Jetzt kommt die Wärmflasche auf die Problemzone. Aber Obacht – legen Sie die Wärmflasche bitte nie direkt auf die Haut, sonst schmerzt nicht nur der Darm sondern auch die Haut. Am besten schützen Sie Ihre Haut durch einen zusätzlichen Bezug oder wickeln die Wärmflasche in ein Handtuch. Anschließend fixieren Sie Ihre kleine Wärmestation mit dem zweiten Baumwoll- oder Leinentuch und sichern sie mit einem Frotteetuch ab. Geschafft, lehnen Sie sich entspannt zurück, schließen Sie die Augen und genießen Sie die Darm-Wellness.

Kleiner Tipp

Lassen Sie Ihren Darm den Spa-Besuch in vollen Zügen auskosten. Mindestens eine Stunde wohltuende Wärme hat er sich verdient – am besten zweimal 30 Minuten pro Tag. 

3. Mit Ingwer und Galant Blähungen behandeln: Der natürliche Darm-Turbo 

Dürfen wir Ihnen einen echten Alleskönner vorstellen? Ingwer, die kleine Wunderknolle, hat es in sich. Nicht nur für unser Immunsystem, auch für die Verdauung schaltet sie in den Turbo-Modus. Denn das kleine unscheinbare Wurzelgewächs kurbelt die Verdauung an und wirkt sich positiv auf die Darmflora aus. Doch wie macht sie das nur? Ganz einfach: Ingwer ist reich an Gingerolen und Shogaolen (sogenannten Scharfstoffen) – ein Dreamteam gegen Blähungen. Sanft entspannt es die Darmmuskulatur und drosselt die übereifrige Produktion von Darmgasen. Nicht umsonst gilt Ingwer als der wohl darmfreundlichste „Kaugummi“ der Welt. Neugierig? Warum überzeugen Sie sich nicht selbst von dem Multitalent? Kauen Sie ein paar Minuten lang auf einem frischen Stück Bio-Ingwer und horchen Sie tief in Ihren Blähbauch hinein. Roher Ingwer ist Ihnen zu scharf? Kein Problem, auch eine Tasse Tee aus frischer Ingwerwurzel hat sich als Hausmittel gegen Blähungen bewährt. Doch bitte Vorsicht: Mehr als 50 Gramm Ingwer pro Tag wäre zu viel des Guten – schließlich können die ätherischen Öle der Ingwerwurzel die Magenschleimhaut reizen und Magenschmerzen und Darmbeschwerden auslösen.

Übrigens: Die Ingwer-Wurzel hat Geschwister

Wussten Sie, dass Ingwer einen asiatischen Zwillingsbruder hat? Galgant ist das fernöstliche Pendant zur Wunderknolle. Da es ebenfalls zur Familie der Ingwergewächse gehört, besänftigt es den sensiblen Darm mindestens genauso gut wie das Original.

4. Was hilft gegen Blähungen? Aloe-vera-Saft als Detox-Kur

Lust auf Darm-Detox? Dann schenken Sie sich guten Gewissens ein Glas Aloe-vera-Saft ein. Das grüne Gold enthält wertvolle verdauungsfördernde Fermente, die den Magen-Darm-Trakt sanft von Schad- und Giftstoffen befreien. Und bald ist die Luft im Darm wieder rein. 

Ganz wichtig: Aloe-vera-Saft ist eine wunderbare Kurzzeittherapie gegen Blähungen und Verstopfung. Als Langzeittherapie kommt das grüne Wundermittel aber nicht infrage – aus gutem Grund. Aloe-vera-Saft ist für seine abführende Wirkung bekannt. Wer sich das Hausmittel gegen Blähungen gleich mehrere Wochen oder Monate lang schmecken lässt, entzieht seinem Körper kostbare Nährstoffe.

5. Apfelessig als Hausmittel gegen Blähungen: Sauer macht den Darm lustig 

Sauer macht bekanntlich lustig. Selbst dem griesgrämigen Darm entlockt es gelegentlich ein Lächeln. So darf Apfelessig keinesfalls auf Ihrer Liste an Wundermitteln gegen Blähungen fehlen. Doch was hat Apfelessig, was andere Hausmittel nicht haben?

Dank seiner antibakteriellen Wirkung bekämpft Apfelessig nachweislich Fäulnisbakterien im Darm. Doch dem nicht genug: Ganz nebenbei regt das saure Hausmittelchen auch noch die Produktion von Magensaft an, der unsere Verdauung auf Trab hält. 

Interessant zu wissen: Darmgase werden vor allem von der Bakterienart Bacteroides vulgatus gebildet, die Wasserstoff, Methan und Schwefel produzieren. Diese wiederum lassen den Pups übel riechen.

Warum mixen Sie sich nicht Ihren eigenen Apfelessig-Trunk? Vermischen Sie einfach zwei Esslöffel naturtrüben Apfelessig mit lauwarmem Wasser. Das ist Ihnen noch zu sauer? Dann geben Sie einen Schuss Honig dazu. Sie werden sehen: Plötzlich schmeckt die saure Eigenkreation gar nicht mal so übel. 

Wussten Sie schon? Das altbewährte Mittel dient nicht nur der Behandlung, sondern auch der Vorbeugung von Blähungen. Nur ein paar Löffel Apfelessig-Trunk 10 bis 15 Minuten vor der nächsten Mahlzeit bringen die Verdauung so richtig in Fahrt. Ein echter Stoffwechsel-Turbo ist Apfelessig morgens vor dem Frühstück. Doch Achtung: Bei empfindlichem Magen verschieben Sie die Einnahme lieber auf nachmittags oder abends nach dem Essen.  

6. Bittermittel gegen Blähungen: Bitter im Mund ist dem Darm gesund

Augen zu, Mund auf und durch: Bitterstoffe sind zwar nicht unbedingt Ihre Leibspeise, aber die Ihres Darms. Zuverlässig kurbeln sie die Produktion von Magen- und Gallensaft an und legen so den Verdauungs-Turbo ein. Gerade Enzian- und Tausendgüldenkrautsaft geben bei der Verdauung Vollgas. Schon ein Milliliter täglich nach dem Essen rüttelt den müden Darm wach. 

Gut zu wissen: Erhältlich ist das Hausmittel gegen Blähungen in der Drogerie oder der Apotheke – entweder als Tee oder als Tropfen.  

7. Bauchmassagen: Setzen Sie den Blähbauch unter Druck

Was hilft besser gegen Blähungen als entspannende Bauchmassagen? Leichte, kreisende Bewegungen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel machen dem Blähbauch Druck. Schon zweimal zehn Minuten täglich, am besten morgens und abends, lösen den Verdauungsknoten. Insbesondere zur Langzeittherapie bei chronischen Blähungen können wir Ihnen regelmäßige Bauchmassagen wärmstens empfehlen.

Spezial-Tipp für einen tiefenentspannten Darm:

Mit einem Schuss Massageöl läuft die Darm-Wellness wie geschmiert.

8. Die Alternative zum Hausmittel: Simeticon gegen Blähungen

Vom feuchten Wickel über die Bauchmassage bis hin zum Aloe-vera-Detox – Sie haben Ihre Blähungen mit sämtlichen Mitteln aus der Hausapotheke behandelt. Doch nichts will richtig helfen. Langsam sind Sie mit Ihrem Darm-Latein am Ende. Die Luft im Bauch will einfach nicht weichen – was sollen Sie tun?

Eines der bekanntesten Mittel gegen Blähungen ist der Wirkstoff Simeticon. Diese schonende Alternative zum Hausmittel hat eine entschäumende Wirkung und löst Luftbläschen im Darm sozusagen auf. Wie das funktioniert? Indem es die Oberflächenspannung der feinen Schaumbläschen, die beim Verdauungsprozess entstehen können, senkt. Diese vereinigen sich dann und formen größere Gasblasen, die vom Darm leichter resorbiert oder nach außen transportiert werden können. Somit ist den lästigen blähenden Gasen ein Ende gesetzt. Ruckzuck bleibt dem Blähbauch die Luft weg.

Quellenverzeichnis
  • Fux Christiane; Rudolf-Müller Eva (17.01.2019). Blähungen. Abgerufen am 14.04.2021 über https://www.netdoktor.de/symptome/blaehungen/
  • Donna. Diese Hausmittel helfen gegen Blähungen und Völlegefühl. Abgerufen am 15.04.2021 über https://www.donna-magazin.de/gesundheit/krankheiten-symptome/blaehungen/
  • Lefax. Simeticon: schneller Entschäumer bei Blähungen & Luft im Bauch. Abgerufen am 15.04.2021 über https://www.lefax.de/produkte/wirkweise/simeticon

Zuletzt aktualisiert am: 18.05.2021
Hochgeladen am: 26.05.2021

Leseempfehlungen

  • Blähungen: Was ist das eigentlich?
    • Blähungen

    Blähungen: Was ist das eigentlich?

    Blähungen sind leider immer noch ein Tabuthema, doch das war nicht immer so. Früher nahm man den Pups mit Humor. Herzogin Liselotte von der Pfalz forderte sogar: „Gebt Freiheit euren Winden.“ Warum schneiden wir uns nicht eine Scheibe von unseren ungenierten Vorfahren ab und reden ganz offen und ehrlich über Blähungen?

    Zum Artikel
  • Hausmittel gegen Verstopfung Titelbild

    Hausmittel gegen Verstopfung – was wirklich hilft

    Ob im Traumurlaub, im Kundengespräch oder in der Hochzeitsplanung – plötzlich taucht ein Überraschungsgast auf. Die Verstopfung hat sich selbst eingeladen. Doch keine Sorge: Meist ist der unerwartete Gast völlig harmlos und lässt sich schnell abwimmeln. Warum versuchen Sie es nicht auf die sanfte Tour – mit schonenden Hausmitteln gegen Verstopfung? Wir haben die hilfreichsten Hausmittel für Sie zusammengetragen.

    Zum Artikel